Barolo DOCG
100 % Nebbiolo aus den Hügeln der Langhe. Der kraftvollste, tanninreichste und lagerfähigste italienische Rotwein. Seit den 1980er-Jahren ist die Appellation von der Debatte zwischen Tradition und Moderne geprägt.
Um Barolo
Barolo gilt weithin als Italiens redaktionell bedeutendste Rotwein-Appellation – eine reinsortige (100% Nebbiolo) Appellation, deren Zentrum die Städte Barolo, La Morra, Castiglione Falletto, Monforte d’Alba und Serralunga d’Alba in den Hügeln der Langhe im Piemont bilden. Die unterschiedlichen Bodentypen – Mergel aus dem Tortonium (in La Morra und Barolo, der aromatischere, zugänglichere Weine hervorbringt) und Sandstein aus dem Helveti (in Serralunga und Monforte, der strukturiertere, lagerfähigere Weine hervorbringt) – prägen zwei stilistisch unterschiedliche Lager innerhalb der Appellation. Die Debatte zwischen Tradition und Moderne – lange Maischegärung + große slawonische Fässer versus kurze Maischegärung + französische Barriques – dominierte die 1980er und 1990er Jahre und beeinflusst bis heute den Stil der Erzeuger. Traditionelle Erzeuger (Giacomo Conterno, Bartolo Mascarello, Giuseppe Rinaldi) halten an Methoden der verlängerten Reifung fest; Modernisten (Elio Altare, Roberto Voerzio) wandten sich französischen Eichenfässern und kürzeren Maischestandzeiten zu. Beide Schulen bringen exzellente Weine hervor. Das MGA-System (Menzioni Geografiche Aggiuntive) formalisiert seit 2010 die Herkunftsbezeichnungen von Einzellagen wie Cannubi, Rocche di Castiglione und Brunate.
Terroir & Verordnung
Rektor Produzenten
- Giacomo Conterno
- Bartolo Mascarello
- Giuseppe Rinaldi
- Elio Altare
Leitartikel Notizen
Traditioneller Barolo benötigt mindestens 15–25 Jahre Reifezeit; Riserva und Monfortino können 30–50 Jahre und länger reifen. Modernistischer Barolo ist schon früher trinkreif, hat aber ein ähnlich langes Reifepotenzial. Die Jahrgänge 1971, 1978, 1985, 1989, 1990, 1996, 1999, 2004, 2010, 2013 und 2016 gelten als Meilensteine.