Nahe
Deutschlands geologisch vielfältigste Riesling-Region, wo steile Hänge entlang der Nahe Weine von kristalliner Präzision hervorbringen, die mit Mosel und Rheingau konkurrieren.
Über die Nahe
Die Nahe trägt den Namen des Flusses, der sich durch Rheinland-Pfalz zwischen Mosel und Rheinhessen schlängelt, und sie zählt zu den geologisch komplexesten Weinregionen Deutschlands — Porphyr, Schiefer, Sandstein, Quarzit und Lehm verzahnen sich in rund 180 Bodentypen auf engem Raum. Riesling ist der unangefochtene Star und stellt den größten Anteil der Anpflanzungen, und das warme, geschützte, vergleichsweise trockene Klima der Nahe lässt ihn zu voller Aromatik reifen, während die lebendige Säure erhalten bleibt, die die besten deutschen Weißweine auszeichnet. Lange im Schatten und einst schlicht als 'Rheinwein' verkauft, wurde die Region erst durch das deutsche Weingesetz von 1971 als eigenständiges Anbaugebiet abgegrenzt. In den letzten Jahrzehnten haben eine Handvoll Weingüter — allen voran Dönnhoff — den Nahe-Riesling in die Spitzenklasse geführt und trockene Weine von kristalliner mineralischer Präzision neben tiefgründigen Spätlese- und botrytisgeprägten süßen Stilen erzeugt, die heute weithin als ebenbürtig mit Mosel und Rheingau gelten.
Terroir & Reglementierung
Hauptproduzenten
- Dönnhoff
- Emrich-Schönleber
- Schäfer-Fröhlich
- Diel
Redaktionelle Anmerkungen
Ein Geologen-Paradies, dessen Rieslinge — sowohl knochentrocken als auch üppig süß — heute zu den begehrtesten Deutschlands zählen.