Sauternes AOC
Die weltweit größte Appellation für Süßweine. Von Edelfäule (Botrytis cinerea) befallener Sémillon-Sauvignon Blanc. Heimat des Château d’Yquem, dem einzigen Premier Cru Supérieur.
Um Sauternes
Sauternes gilt weltweit als Referenz-Appellation für Süßweine, die durch Edelfäule (Botrytis cinerea) entstehen. Der Morgennebel am Zusammenfluss von Ciron und Garonne schafft die für die Entwicklung der Botrytis notwendigen feuchten Bedingungen auf den Trauben; die Nachmittagssonne trocknet die befallenen Beeren und konzentriert so deren Zuckergehalt drastisch. Das Ergebnis ist ein intensiv süßer Wein mit außergewöhnlicher aromatischer Komplexität und perfekter Säurebalance. Die Klassifizierung von 1855 umfasst 27 Châteaux, wobei nur Château d’Yquem die einzigartige Bezeichnung Premier Cru Supérieur trägt. Elf Premier Crus Classés und 15 Deuxièmes Crus vervollständigen die Hierarchie. Die Vinifizierung ist streng selektiv – die Erträge sind minimal (ein bis zwei Gläser Wein pro Rebstock), und in ungeeigneten Jahrgängen wird gar kein Wein deklariert. Sauternes reift praktisch unbegrenzt – selbst Jahrgänge aus dem 19. Jahrhundert sind noch trinkbar. Die Appellation stand in den letzten Jahrzehnten aufgrund des rückläufigen Konsums von Süßweinen vor wirtschaftlichen Herausforderungen, doch Yquem und die Top-Premier-Cru-Lagen genießen nach wie vor absolutes redaktionelles Prestige.
Terroir & Verordnung
Rektor Produzenten
- Château d’Yquem
- Château Climens
- Château Suduiraut
- Château Rieussec
Leitartikel Notizen
Sauternes reift praktisch unbegrenzt – es gibt kein festgelegtes Zeitfenster für den optimalen Trinkgenuss. Moderne Jahrgänge können 25 bis über 50 Jahre gelagert werden. Der Wein passt klassisch zu Foie gras, Blauschimmelkäse (Roquefort) und nicht nur zu Desserts.