Riesling
Die weltweit beste Weißweinsorte für anspruchsvolle Weintrinker. Höchster natürlicher Säuregehalt; reicht von knochentrocken bis hin zu dramatisch süß. Mosel-Riesling reift über 50 Jahre.
Um Riesling
Riesling gilt weithin als die bedeutendste Weißweinsorte – eine Position, die zwar von Weinkritikern anerkannt, aber kommerziell unterschätzt wird (Riesling wird trotz höherer Wertschätzung in der Weinkritik zu niedrigeren Preisen als Chardonnay verkauft). Das prägende Merkmal der Rebsorte ist ihre ausgeprägte natürliche Säure, die es Weinen über das gesamte Süßespektrum hinweg (von knochentrocken bis Kabinett, Spätlese, Auslese, British Airways und TBA) ermöglicht, bemerkenswert gut zu reifen. Die hohe Säure gleicht den Restzucker in süßen Weinen aus und bewahrt die Frische in trockenen. Mosel-Saar-Ruwer gilt als Referenzregion (Egon Müller, J.J. Prüm, Fritz Haag). Steile Schieferhänge bringen Weine von unvergleichlicher aromatischer Intensität und Mineralität hervor. Das Elsass produziert ganz andere, aber ebenso hochwertige Rieslinge (trockener, kraftvoller, mit blumigen Aromen, die sich vom deutschen Moselstil unterscheiden). Weitere bedeutende Regionen sind Rheingau und Pfalz (Deutschland), Wachau (Österreich), Finger Lakes (New York) sowie Clare Valley und Eden Valley (Australien). Mosel Auslese reift problemlos 20-30+ Jahre; BA- und TBA-Abfüllungen sind im Prinzip unbegrenzt haltbar.
Vielfalt Profil
Auch bekannt als
Leitartikel Notizen
Riesling hat einen höheren Säuregehalt als alle anderen wichtigen Weißweinsorten. Prädikatsbezeichnungen geben den Reifegrad bei der Lese an, nicht unbedingt die Süße des fertigen Weins – eine Spätlese kann trocken (Trockene Spätlese) oder süß ausgebaut werden.