Petit Verdot
Die weniger häufig verwendete Rebsorte im Bordeaux. Sie macht nur 1–5 % der Médoc-Cuvées aus, trägt aber maßgeblich zu Farbe, Tanninen und blumigen Aromen bei. Spät reifend, klimasensibel.
Um Petit
Petit Verdot ist die zwar weniger verbreitete, aber redaktionell unverwechselbare Verschnittrebsorte des Bordeaux – typischerweise 1–5 % der von Cabernet Sauvignon dominierten Médoc-Cuvées. Sie trägt zur Farbtiefe, Tanninstruktur und einem charakteristischen blumig-violetten Aroma bei, das weit über ihren Anteil hinausgeht. Die größte Herausforderung für diese Rebsorte ist das Klima: Sie reift sehr spät (oft als letzte Traube im Bordeaux geerntet) und erreicht in kühlen Jahrgängen unter Umständen nicht ihre volle Reife – weshalb sie historisch gesehen nur eine untergeordnete Rolle spielte. Die Klimaerwärmung hat dieses Risiko im modernen Bordeaux etwas verringert. Außerhalb von Bordeaux hat sich reinsortiger Petit Verdot in wärmeren Regionen (Teilen Kaliforniens, Spaniens La Mancha, Australien) etabliert, wo die Traube zuverlässig reifen kann. Diese Weine sind typischerweise sehr tanninreich, tiefdunkel und benötigen eine lange Reifezeit. Ein bemerkenswertes Beispiel: Die Weinberge von Yquem enthalten Petit Verdot, der jedoch für den trockenen Weißwein Y verwendet wird – nicht für den süßen.
Vielfalt Profil
Leitartikel Notizen
Ein Petit Verdot-Anteil von 1–5 % in einer Cuvée hat eine überproportionale Wirkung – die Farbe, die Tannine und die blumigen Aromen der Rebsorte verleihen dem Wein Tiefe, ohne ihn zu dominieren. Reinsortige Weine sind selten und spalten die Meinungen der Redaktionen.