Viognier
Die große Weißweinsorte der nördlichen Rhône. Grundlage von Condrieu und der seltenen Monopol-AOC Château-Grillet. Wird auch zusammen mit Syrah in Côte-Rôtie vergoren.
Um Viognier
Viognier ist die große Weißweinsorte der nördlichen Rhône – eine Sorte, die in den 1960er Jahren beinahe ausgestorben war, sodass weltweit weniger als 30 Hektar bepflanzt waren. Die Wiederbelebung der Rebsorte ab den 1980er Jahren hat Condrieu (die kanonische Viognier-Appellation) und Château-Grillet (eine Einzellagen-AOC, eine der seltensten Frankreichs) wieder zu redaktioneller Bedeutung verholfen und die Sorte durch die Rhône-Rangers-Bewegung in Kalifornien (Tablas Creek, Saxum, Calera) international bekannt gemacht. Das unverwechselbare Aromaprofil des Viognier ist geprägt von Aprikose, Pfirsich, Geißblatt und intensiven floralen Noten; die Weine sind typischerweise vollmundig mit einer niedrigen bis mittleren Säure – was die größte Herausforderung für diese Rebsorte darstellt (zu wenig Säure führt zu flachen, überladenen Weinen). Neben seinen reinsortigen Ausprägungen spielt Viognier eine entscheidende Rolle in der Côte-Rôtie-Produktion: Bis zu 20 % Viognier dürfen zusammen mit Syrah vergoren werden (das gesetzliche Maximum), was dem fertigen Wein aromatische Tiefe, Farbstabilität und weichere Tannine verleiht. E. Guigals La Mouline ist der bekannteste Côte-Rôtie, der mit Viognier vergoren wurde.
Vielfalt Profil
Leitartikel Notizen
Viognier war in den 1960er-Jahren beinahe ausgestorben. Die Wiederentdeckung dieser Rebsorte zählt zu den jüngsten Erfolgsgeschichten der Weinbranche. Condrieu ist jung (2–5 Jahre nach der Abfüllung) ein Genuss; seltene Ausnahmen reifen auch länger.