Beaune
Die Hauptstadt des burgundischen Weinbaus. Die alljährliche Auktion der Hospices de Beaune im November gilt als die weltweit bekannteste Wohltätigkeitsveranstaltung im Weinbereich. Die mittelalterliche Altstadt lässt sich bequem zu Fuß erkunden, und Weinberge führen in alle Richtungen.
Um Beaune
Beaune gilt als die Hauptstadt des burgundischen Weinbaus – eine kleine mittelalterliche Stadt (nur 22.000 Einwohner), die als Handels- und Kulturzentrum der Côte d’Or dient, jenes schmalen Streifens ostwärts ausgerichteter Kalksteinhügel, der sich von Dijon im Norden bis nach Santenay im Süden erstreckt. Die Stadt selbst wird von den Hospices de Beaune geprägt, einem karitativen Krankenhaus aus dem 15. Jahrhundert, das von Nicolas Rolin (Kanzler von Burgund) und seiner Frau Guigone de Salins gegründet wurde. Die Institution besitzt noch heute Weinberge in ganz Burgund, deren Weine jedes Jahr am dritten Sonntag im November im Rahmen der weltweit bedeutendsten Wohltätigkeitsauktion für Wein versteigert werden. Die jährliche Auktion setzt Referenzpreise für Burgunderweine und lockt die internationale Weinbranche am dritten Novemberwochenende nach Beaune. Abseits der Auktion dient Beaune als Ausgangspunkt für die Erkundung der Côte d'Or – der Côte de Nuits im Norden (Pinot Noir Grand Crus wie Romanée-Conti, Chambertin und Musigny) und der Côte de Beaune im Süden (Chardonnay Grand Crus wie Montrachet und Corton-Charlemagne). Besuche bei Spitzenproduzenten im Burgund sind bekanntermaßen schwer spontan zu organisieren; die Weinhändlerhäuser (Bouchard Père et Fils, Louis Jadot, Joseph Drouhin) bieten zugänglichere Führungen für die Öffentlichkeit an. Der Marché aux Vins im Stadtzentrum bietet stimmungsvolle Weinkellerverkostungen, vorwiegend von Burgunderweinen der mittleren Preisklasse.
Praktisch Details
Weintourismus Notizen
Beaune ist klein und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Die Auktion der Hospices de Beaune, die jedes Jahr im November (am dritten Sonntag) stattfindet, ist DAS burgundische Weinereignis schlechthin – Weine werden für wohltätige Zwecke versteigert. Für das Wochenende mit hohem Besucheraufkommen empfiehlt es sich, die Reise mindestens zwölf Monate im Voraus zu buchen. Besuche bei renommierten burgundischen Erzeugern (DRC, Leroy, Rousseau, Mascarello) sind praktisch nicht spontan zu organisieren – hierfür sind Kontakte in der Branche oder eine Mitgliedschaft in einem Weinclub erforderlich. Der Marché aux Vins bietet öffentliche Verkostungen, vorwiegend von Burgunderweinen der mittleren Preisklasse, in stimmungsvollen Kellern unter der Stadt an. Die Weinhäuser der Nécociones (Bouchard Père et Fils, Louis Jadot, Joseph Drouhin) bieten unkompliziertere Besuche an.
Regional Küche
Boeuf Bourguignon (in Rotwein geschmortes Rindfleisch), Coq au Vin (in Rotwein geschmortes Hähnchen), Weinbergschnecken, Oeufs en Meurette (pochierte Eier in Rotweinsauce), Epoisses-Käse, Jambon Persillé, Gougères, Kir (Weißwein + Crème de Cassis), Dijon-Senf
Kanonisch Sehenswürdigkeiten
- Hospices de Beaune (Hospital aus dem 15. Jahrhundert, jährliche Weinauktion im November)
- Marché aux Vins (Kellerverkostungen)
- Weinbergfahrten an der Côte d'Or (Vosne-Romanée, Gevrey-Chambertin, Chambolle-Musigny)
- Château du Clos de Vougeot (historische Grand Cru-Stätte)
- Dijon (ca. 40 Minuten nördlich der burgundischen Hauptstadt)
Leitartikel Notizen
Beaune ist klein (nur 22.000 Einwohner) – ein halber Tag Stadtbummel genügt, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen; der Rest einer Burgunder-Weinreise besteht aus Fahrten durch die Weinberge der Côte d'Or. Engagieren Sie für die Weintouren einen französischsprachigen Fahrer; die Nebenstraßen zwischen den Dörfern sind ohne Ortskenntnisse schwer zu durchschauen. Besuche bei burgundischen Erzeugern erfordern eine mehrmonatige Vorplanung.