Pinot Noir
Burgunds große Rotweinsorte. Dünnhäutig, terroirsensibel, der transparenteste Ausdruck des Terroirs in edlen Weinen. Auch die wichtigste Rotweinsorte für Champagner (Schaumwein).
Um Pinot
Pinot Noir gilt weithin als die transparenteste Rebsorte im Bereich der Spitzenweine – ihre dünne Schale und ihr aromatischer Charakter machen sie außergewöhnlich standortsensibel und bringen Terroirunterschiede mit ungewöhnlicher Präzision zum Ausdruck. Die Côte de Nuits im Burgund ist die Referenz (Romanée-Conti, La Tâche, Chambertin, Musigny), doch bedeutende Pinot Noirs stammen aus einem weltweiten Netzwerk kühler Lagen: Russian River Valley und Sonoma Coast in Kalifornien; Willamette Valley in Oregon; Central Otago und Marlborough in Neuseeland; Mornington Peninsula in Australien; Mosel und Baden in Deutschland (Spätburgunder); Elsass und Teile der Loire in Frankreich. Der gute Ruf der Rebsorte ist ihrer Schwierigkeit geschuldet: Sie hat eine dünne Schale, ist oxidationsanfällig, anfällig für Pilzkrankheiten und liefert geringere Erträge als andere Sorten. Der Lohn ist ein Wein, der eine feine aromatische Intensität mit einem beachtlichen Reifepotenzial verbindet – Grand Cru Burgunder reifen regelmäßig 25 bis über 50 Jahre aus starken Jahrgängen. Pinot Noir ist auch ein wichtiger Bestandteil von Champagner (typischerweise 30-40% der Cuvées), wo sein Körper und seine Struktur die Säure des Chardonnays ergänzen.
Vielfalt Profil
Auch bekannt als
Leitartikel Notizen
Pinot Noir gilt als Inbegriff des Terroirs – Unterschiede zwischen benachbarten Grand Crus aus dem Burgund vom selben Erzeuger sind deutlich erkennbar. Gefälschte Burgunderweine sind weit verbreitet; die Herkunftsprüfung ist daher unerlässlich.