Malbec
Die ursprünglich aus Frankreich stammende Rebsorte Cahors wurde durch den argentinischen Höhenweinbau veredelt. Mendoza Malbec bildet die Grundlage für die argentinische Premium-Weinkategorie.
Um Malbec
Die Geschichte des Malbec ist eng mit geografischen Veränderungen verbunden. Die Rebsorte stammt ursprünglich aus Cahors in Südwestfrankreich, wo sie traditionell den stark tanninreichen und dunklen „Schwarzen Wein von Cahors“ hervorbringt – ein Stil, der im 20. Jahrhundert international weitgehend aus der Mode kam. Die heutige Bedeutung des Malbec verdankt sich fast ausschließlich dem argentinischen Höhenweinbau. Die Unterzonen des Uco-Tals in Mendoza (über 1.000–1.500 m Höhe) produzieren Malbec mit ganz anderen Eigenschaften als der aus Cahors: üppigere Frucht, zugänglichere Tannine, ein Profil dunkler Früchte (Brombeere, Pflaume) gepaart mit floralen Noten und einer ausgewogenen Säure. Die Pionierarbeit von Catena Zapata im Höhenweinbau in Mendoza ab den 1990er-Jahren machte Malbec von einer regionalen Besonderheit zu einer international bedeutenden Rebsorte. Hochgebirgs-Malbec aus Mendoza von renommierten Erzeugern (Catena Zapata, Achaval-Ferrer, Cheval des Andes) reift 10–20+ Jahre und stammt aus starken Jahrgängen. Argentinische Winzer haben in letzter Zeit begonnen, reinsortige Weine aus Einzellagen zu kreieren (z. B. Catenas Adrianna Vineyard Mundus Bacillus Terrae Malbec), die aufgrund ihrer Terroir-Spezifität mit Burgunder Grand Crus verglichen werden.
Vielfalt Profil
Auch bekannt als
Leitartikel Notizen
Malbec aus Cahors und Mendoza unterscheiden sich stilistisch deutlich – dieselbe Rebsorte, geprägt durch unterschiedliche Terroirs und Weinbautraditionen. Das hochgelegene Mendoza ist das moderne Zentrum der Weinproduktion.