Sangiovese
Italiens edelste Rotweinsorte. Grundlage von Chianti Classico, Brunello di Montalcino, Super Tuscan-Cuvées und dem gesamten toskanischen Wein. Säurebetont, vielseitig kombinierbar.
Um Sangiovese
Sangiovese ist Italiens wichtigste Rotweinsorte – die Grundlage des Chianti Classico (wo sie über 80 % der Cuvée ausmacht), des Brunello di Montalcino (wo sie zu 100 % aus Sangiovese bestehen muss) und der Super Tuscan-Kategorie (wo sie in Weinen wie dem Tignanello mit Cabernet Sauvignon kombiniert wird). Die Rebsorte existiert in vielen Klonvarianten; Sangiovese Grosso (auch BBS-11 genannt) ist die großbeerige Variante, die für Brunello verwendet wird, während Sangiovese Piccolo die kleinbeerige Variante ist, die häufiger im Chianti anzutreffen ist. Das charakteristische Merkmal der Traube ist ihre Säure – selbst bei voller Reife bewahrt Sangiovese eine Säurebalance, die nur wenige Rotweinsorten aus warmen Klimazonen erreichen. Das Ergebnis sind Weine, die hervorragend zu Speisen passen (die hohe Säure gleicht Fett und Reichhaltigkeit aus) und bemerkenswert gut reifen (hoher Säuregehalt + hoher Tanningehalt = hohes Reifepotenzial). Das aromatische Profil des Sangiovese ist unverwechselbar: Sauerkirsche, Tabak, getrocknete Kräuter (vor allem bei längerer Reife), Leder und eine charakteristische balsamische Note, die sich mit der Flaschenreifung entwickelt.
Vielfalt Profil
Auch bekannt als
Leitartikel Notizen
Brunello muss laut DOCG-Bestimmungen zu 100 % aus Sangiovese bestehen (keine Verschnitte erlaubt). Der Brunellopoli-Skandal von 2008, der auf illegalen Verschnitten beruhte, schädigte den Ruf einiger Erzeuger.