Frankreich·Wahrzeichen·Gegr. 767

Saint-Émilion

Eine als UNESCO-Weltkulturerbe gelistete mittelalterliche Hügelstadt im Herzen des rechten Ufers von Bordeaux, umgeben von ihren Grand-Cru-Châteaux.

Region
Nouvelle-Aquitaine — Gironde
Einwohnerzahl
1,608
Gegründet
767
Erzeuger
6
Appellationen
2
Speisenbegleitungen
0

Über Saint-Émilion

Saint-Émilion ist die bilderbuchhafte Hauptstadt des rechten Ufers von Bordeaux, ein winziges Kalksteinstädtchen mit steilen Kopfsteinpflastergassen und honigfarbenem Stein, das über einem Meer aus Merlot- und Cabernet-Franc-Weinbergen thront. Die Römer pflanzten hier bereits im 2. Jahrhundert n. Chr. Reben; die Stadt erhielt ihren Namen von einem bretonischen Mönch aus dem 8. Jahrhundert, der als Einsiedler in einer bis heute sichtbaren Höhle lebte, und ihre außergewöhnliche monolithische Kirche wurde direkt aus dem Fels unter der Stadt gehauen. Unter der Herrschaft der Plantagenets erhielt sie 1199 Stadtrechte. Die Weinberglandschaft und die Stadt bilden zusammen ein UNESCO-Weltkulturerbe. Ihre klassifizierten Güter lesen sich wie ein Appell des Prestiges am rechten Ufer – Cheval Blanc, Ausone, Angélus, Figeac, Pavie und Canon –, während das Plateau von Pomerol unmittelbar im Norden liegt. Weinhändler, Verkostungsräume und die berühmten Makronen der Stadt füllen den mittelalterlichen Kern.

Praktische Details

Koordinaten
44,8936° N, 0,1547° O
Nächster Flughafen
Bordeaux–Mérignac (BOD), ~45 km westlich
Beste Saison
Mai–Juni und September–Oktober rund um den Jahrgang
Einwohnerzahl
1.608 (Gemeinde, 2023)
Gegründet
Römische Weinberge ab dem 2. Jahrhundert n. Chr.; die Stadt benannt nach dem Mönch Émilion (gest. 767); 1199 unter der Herrschaft der Plantagenets mit vollen Rechten ausgestattet

Hinweise zum Weintourismus

Als UNESCO-Weltkulturerbe ist Saint-Émilion das gut zu Fuß erkundbare Zentrum des rechten Ufers von Bordeaux. Seine steilen Kalksteingassen blicken über Merlot-dominierte Weinberge; die großen klassifizierten Châteaux — Cheval Blanc, Ausone, Angélus, Figeac, Pavie, Canon — liegen nur eine kurze Fahrt entfernt, und das benachbarte Pomerol grenzt im Norden an.

Regionale Küche

Bordelaiser Küche wie geschaffen für Rotwein: Entrecôte à la bordelaise über Rebschnitt gegrillt, Neunauge à la bordelaise, Entenconfit und Magret, Steinpilze in der Saison und die stadteigenen Mandel-Macarons de Saint-Émilion.

Bekannteste Sehenswürdigkeiten

  • In den Fels gehauene monolithische Kirche
  • die Einsiedelei-Höhle von Émilion
  • Der Bergfried Tour du Roy
  • Cloître des Cordeliers
  • Umliegende Grand-Cru-Schlösser

Redaktionelle Anmerkungen

Praktische Hinweise

Außerhalb der Stadtmauern parken und zu Fuß erkunden; die unterirdische Monolithkirche ist nur mit Führung zugänglich, und die Spitzenweingüter erfordern eine vorherige Terminvereinbarung.

Querverweise

Verwandte Appellationen

Verwandte Rebsorten

Verwandte Stile

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